Mehr Zeit bei der Bearbeitung der Aufgaben

Diese Form des Nachteilausgleiches ist technisch einfach umsetzbar, erfordert vom Lehrenden keinen zusätzlichen Aufwand bei der Vor- und Nachbereitung der Leistungsabfrage und beschränkt sich auf eine verlängerte Zeit für die Beaufsichtigung der Lernenden. Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Verständnis von Zusammenhängen mit der Leistungsabfrage nachgewiesen werden soll. Problematisch ist die Durchführung, wenn die räumliche Situation nur begrenzte Zeitfenster zulässt. Kommt es bereits während der normalen Bearbeitungsdauer zu Ermüdungserscheinungen aufgrund eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit, ist diese Form des Nachteilausgleiches ebenfalls ungeeignet. Bei den Betroffenen ist sofort ein Verständnis für die Art und Weise des Nachteilausgleiches vorhanden. Betroffene und Lehrende haben mit der tatsächlich benötigten Zeit zur Bearbeitung der Aufgaben eine gute Rückmeldung über die weitere Notwendigkeit des Nachteilausgleiches. Weil die Mitschüler das „Sitzenbleiben“ der Betroffenen mitbekommen, ist diese Art des Nachteilausgleiches offensichtlich und nur sinnvoll, wenn Hänseleien oder gar Formen von Mobbing ausgeschlossen werden können.

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